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Die Kämpfe der Makkabäer

Heft 43 (1/2007)

Die Konflikte der Makkabäerzeit stellten Weichen, denen sich das Zu-Stande-Kommen des späteren Judentums und des Christentums verdanken. Die religiös und politisch wichtigen Gruppierungen (Pharisäer, Saddzäer, Essener ... ), die in der Zeit Jesu die Geschichte Israels steuerten, entstanden aus den Auseinandersetzungen dieser Zeit. Im Zentrum des Tauziehens zwischen traditionell palästinensischer Kultur und Religion und hellenistischen Denken stand die Frage nach dem richtigen Gottesdienst. Doch nach und nach waren alle Lebensbereiche betroffen: Die Kämpfe der Makkbäer im 2. Jh. v. Chr. wurden zum Vorbild für Märtyrer, die für ihre Überzeugung zu sterben bereit waren, aber auch für Fanatiker, die ihre Ideologie mit Gewalt durchzusetzen versuchen. Die Basis für den Umgang mit Gewalt (als Täter und Opfer) liegt in einer Weltsicht, die aktuelle politische Vorgänge in einen größeren Sinnzusammenhang eingebettet weiß. Insofern sind die Erfahrungen und Entscheidungen der Makkabäerzeit bis heute wirksam. Auch theologisch haben die Makkabäerbücher Überraschendes zu bieten: Hier wurde der Glaube an die Auferstehung zum ersten Mal formuliert. Auch Überlegungen über die Belohnung und Bestrafung von Verstorbenen (bis hin zum Fegefeuer) entstammen diesen Texten.

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